Warum du unbedingt aufhören musst zu jammern

Willst du wissen, was die Menschen am allermeisten runterzieht? Sie selbst und andere in ihrem Umfeld?

Jammern! Nörgeln, herumheulen, sudern, sich selbst bemitleiden.

  • Wie gemein die Welt doch ist
  • Was nun schon wieder alles schiefläuft
  • Ach, wenn doch die Eltern dies und jenes besser gemacht hätten, dann würde man heutzutage sowieso besser dastehen
  • Heute ist es noch dazu schon wieder so heiß/kalt/nass/trocken/windig/zu wenig windig/zu wenig nass/zu wenig trocken/zu wenig kalt/zu wenig heiß
  • Der Stau auf der Tangente ist furchtbar
  • Die Schwägerin hat schon wieder ihre Katze in deinen Garten kacken lassen
  • Die Nachbarn haben wieder ihre furchtbare Weihnachtsbeleuchtung aufgehängt
  • Ach und jetzt ist schon wieder dies und jenes passiert. Immer ausgerechnet einem selbst!
  • usw. usf.

Genau das ist es, was jede gute Energie zunichte macht. Restlos. Wie soll auf diesem Gedankenmüll etwas besonderes gedeihen können?

Wenn du einen Garten zum blühen bringen willst, brauchst du auch die beste Erde und den besten Dünger den es gibt, nebenzu noch gute Pflege für deine Pflanzen. Genauso ist es mit deinen Gedanken: wenn du deinen Gedanken keinen guten Nährboden bietest, wie sollten dann jemals die guten Gedanken und positiven Energien entstehen?

Von Nichts kommt Nichts. Wer mit leeren Händen kommt wird mit leeren Händen gehen. Ohne Investition kein Outcome.

Man kann seine eigene Gedankenwelt erschaffen

Durch stetige Übung, Meditation, Afirmationen oder einfache Journalingübungen kannst du ganz easy eine Gedankenwelt erschaffen, die dir dienlich ist. Es braucht nur etwas Aufmerksamkeit. Aufmerksamkeit deinen Gedanken und innerlichen Selbstgesprächen gegenüber.

Wie sprichst du zu dir selbst? Wie ist der Ton dir gegenüber? Die Wortwahl? Wird vornehmlich gejammert und geschimpft? Beobachte dich mal eine Zeit lang selbst und schreibe dir deine Erkenntnisse auf. Jedes mal, wenn du merkt, dass du zu viel jammerst und dich selber runterziehst, lenke deine Gedanken auf etwas Positives. Du entscheidest selbst, ob eine Situation ein Segen oder eine Last sein kann.

Ich meine jetzt damit nicht, das du nie wieder Jammern darfst oder dich nie wieder aufregen. Das wäre utopisch. Wir alle sind Menschen und mal mehr, mal weniger gut drauf. Und natürlich dürfen wir uns ärgern und schlecht drauf sein. Die Idee dahinter ist aber, dass wir durch stete Praxis diese Zeiten stark verringern können und die Dauer davon selbst beeinflussen und verkürzen können. Wir sind unseren Gedanken nicht hilflos ausgeliefert.

Segen oder Last: Ich glaube an die Macht des positiven Denkens.

Ich glaube ganz stark an die Kraft des positiven Denkens und der persönlichen Macht über die eigenen Gedanken.

Das bedeutet nicht, dass ich blauäugig und naiv durch die Welt stapfe und alles durch die rosa Brille sehe. Ganz und gar nicht. Es bedeutet lediglich, dass ich bewusst meine Gedanken auf die andere Seite des Spektrums lenke. Ob eine Situation ein Segen oder eine Last ist, kann ich dabei fast immer selbst entscheiden:

  • Ist es eine Last, wenn mich nach einem langen Arbeitstag die Kinder noch stürmisch begrüßen und mich mit Beschlag belegen oder ist es eher ein Segen, dass ich so liebevoll erwartet werde?
  • Ist es eine Last, dass ich heute Abend noch eine Geburtstagstorte backen muss oder ist es eher ein Segen, dass ich überhaupt die Mutter meiner Kinder sein und dies heute tun darf?
  • Ist es eine Last, dass ich jetzt eine Stunde im Stau stehen muss oder ein Segen, weil ich endlich Zeit habe die aktuelle Folge meines Lieblingspodcasts zu hören (oder ein lange überfälliges Telefonat zu führen?)
  • Ist es eine Last, dass es heute schon wieder regnet oder ist es ein Segen, dass ich auch heute die Gelegenheit habe, drinnen in Ruhe an lange überfällige Projekten arbeiten kann (und dabei den Garten nicht gießen muss)?

Ja das Leben ist manchmal unfair und gemein

Ich verstehe schon sehr gut, dass es nicht immer geht, positiv zu sein und dass es gewisse Situationen gibt, da hat selbst die Positivität ein Ende. Aber im Großen und Ganzen können wir uns das Leben oder unseren Alltag immens erleichtern, wenn wir eine positive Grundenergie kultivieren.

Ebenso weiß ich auch, dass das Leben unfair sein kann: andere Menschen, der Job, das Wetter, die Gesellschaft, der Partner, die Familie, die Nachbarn, die Lehrer, usw.. Wir alle kriegen es mit falschen Umständen, blöden Kollegen und richtigen Arschlöchern zu tun. Doch wenn wir uns immer nur darauf konzentrieren, ziehen wir uns selbst in den Abgrund. Jammern ist eine schlechte Angewohnheit, die es dir sehr schwer macht, dich auf das Wahre zu konzentrieren.

Jammern hat noch niemals jemanden geholfen und es sollte nicht zum Dauerzustand werden. Es bringt dich nicht weiter. Also gib dich erst gar nicht damit ab.

Du vergiftest damit dein Umfeld genauso wie dich selbst.

Jeder Mensch kennt jemanden, der sich andauernd beklagt. Du kennst sicher auch so jemanden. Und nun überlege gründlich: wie wohl fühlst du dich in seiner Gegenwart? Nicht so toll, stimmt’s? Nächste Frage: möchtest du dieser Mensch sein? In dessen Gegenwart sich andere nicht mehr wohl fühlen, weil ihre Energie danach komplett im Keller ist? Nein, oder?

Genau diese Wirkung erzeugst du nämlich bei dir selbst und bei deinem Gesprächspartner, wenn du ständig jammerst. Denn wenn du nicht mit dem Jammern aufhörst, immer wieder von vorne anfängst und einfach alles nur mehr Scheiße ist: wie soll sich dann deine Energie jemals verbessern? Wie sollst du jemals ein erhebendes Mindset kreieren?

Bemühe dich doch stattdessen, ein Licht in der Welt zu sein. Gutes zur Energie in deinem Umfeld beizutragen. Denn davon profitiert nicht nur dein Umfeld, sondern am allermeisten du selbst.

Fange am besten noch heute damit an: beobachte deine Gedanken aufmerksam und notiere es, wenn du gedanklich abdriftest ins negative. Am Anfang wirst du erschrecken, wie schlecht wir oft mit uns selbst sprechen. Und dann kannst du daran arbeiten.

Wie dir Gedankenunterbrecher helfen können

Gedankenunterbrecher sind kleine Worte oder Taten, die du sofort ausführst, wenn du etwas tust oder denkst, was du eigentlich nicht willst.

Zum Beispiel: innerlich das Wort „Stopp“ rufen. So unterbrichst du deinen aktuellen Gedanken. Verschaffst dir einen Moment Pause um deine Gedanken neu auszurichten.

Oder kleine Schmerzreize: du kannst dir ein Gummiband um das Handgelenk legen. Wenn du nun einen „falschen“ Gedanken bemerkst, lässt du es kurz auf die Innenseite deiner Handgelenke schnalzen. Dieser kleine Schmerzreiz lenkt dich sofort ab, unterbricht deine Gedanken und verschafft dir die nötige Pause, um deine Gedanken neu zu sortieren.

Diese Tricks – vor allem der Schmerzreiz – funktioniert auch super bei Angewohnheiten, die du los werden möchtest und auf die du deine gesamte Aufmerksamkeit legen willst.

Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und alles Liebe.

Angelika

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