Depressionen und Alpträume

Vor einiger Zeit waren meine Depressionen noch ziemlich aktiv und zur Therapie nahm ich natürlich auch Medikamente ein (und natürlich zusätzlich dazu meine ganzheitlichen Maßnahmen).

Eine ganz, ganz schlimme Nebenwirkung meiner Medikation waren Alpträume. Während ich meine Medikamente einnahm und auch in der Zeit als ich sie wieder ausschleichen ließ, haben mich diese schlimmen Träume geplagt und ich muss sagen, es war der reinste Horror für mich. So etwas habe ich noch niemals in meinem Leben erlebt und – Gott sei dank – seitdem ich Medikamtenfrei bin auch nie wieder erfahren.

Es waren keine “alltäglichen” Alpträume, wie man sie halt immer mal wieder hat, wo man halt dann aufwacht und etwas aufgeregt ist und dann ist aber gut. Nein: es waren wirklich extreme, fiese, Alpträume wie es der allerschlimmste Slasher Horrorfilm nicht erfinden könnte und sie dauerten ewig. Ich wurde darin nicht wach, Sie bauten sich auf wie Hollywood-Filme.

Ich war permanent in höchster Alarmbereitschaft, Stress und Panik, mein Körper im Verfolgungs- und Fluchtmodus, mein Herz kurz vor dem explodieren. Ich war unendlich traurig weil alle meine geliebten Menschen im Traum auf die bestialischste Art und Weise hingemetzelt wurden oder weil meine gesamte Welt implodierte und mich alleine in einem Zentrum aus den böswilligsten Kreaturen zurückließ. So eine pure, extreme Angst wie in diesen Zeiten habe ich noch niemals in meinem Leben erleben müssen und ich hoffe, ich werde es auch niemals wieder müssen.

Alpträume, was nun?

Ich weiß nicht, was genau diese Medikamente in meinem Gehirn angerichtet haben, aber die Alpträume hörten einige Zeit danach auf, nachdem ich die letzte Tablette eingenommen habe.

Zu Beginn dachte ich immer, die Alpträume werden durch meine Depressionen ausgelöst (was natürlich auch sein kann: auch Depressionen verursachen starke Alpträume). Erst nachdem ich die Medikamente absetzen konnte, wurde mir bewusst, dass diese Art von Träumen eine Nebenwirkung der Tabletten war. Denn vor den Tabletten hatte ich auch keine Alpträume bzw. nur die “normalen”, die halt immer mal wieder auftauchen.

Also wenn du Medikamente nimmst und an Alpträumen leidest, wäre der erste Weg: sofort zum Arzt und ein anderes Präparat ausprobieren.

Weiters kann ich dir noch einige ganzheitliche Wege empfehlen, um dir die Nächte zu erleichtern. Diese Tipps helfen übrigens generell bei schlechtem Schlaf und schlechten Träumen, auch wenn sie nicht durch Depressionen ausgelöst werden.

Ganzheitliche Hilfe bei Alpträumen

Auf dem ganzheitlichen Weg wäre es das Beste, wenn du beginnst deine Nerven zu stärken und zu beruhigen. Also im Prinzip alles, was dich selbst beruhigt, entstresst und nervöse Energien abbaut, ist prima!

Meditation

Generell bietet es sich immer an, täglich zu meditieren um Ruhe ins Gehirn zu bringen und dir etwas Kontrolle über deinen Geist zu verschaffen bzw. den Geist zu beruhigen. Bei unruhigen Träumen und schlechtem Schlaf umso mehr. Dann wäre es super, wenn du deine Meditation vor dem Schlafengehen machst.

Goldene Milch

Goldene Milch am Abend: trinke Abends die berühmte Goldene Milch. Rezepte gibt es ganz, ganz viele im Internet. Ich persönlich nehme immer eine fix und fertige Mischung von der Firma “Sonnentor” (= unbezahlte Werbung, einfach weil ich dieses Produkt toll finde), welche man nur noch in die warme Milch oder Sojamilch einrühren kann.

Sie sorgt ebenfalls für Ruhe und besseren Schlaf. Ganz nebenbei ist sie noch ein starker Entzündungshemmer und hilft deinem Körper bei der Regeneration.

Ayurvedische Reinigung und Pflege

Nasya: Generell gilt, wenn du morgens deine Nase gereinigt hast – Nasenspülung – dann gibt ein wenig warmes Sesamöl in jedes Nasenloch. Ich mache das mit dem kleinsten Finger und dann verteile es in der Nasehöhle, so weit ich halt reinkomme mit dem Finger. Das beruhigt ebenfalls ganz stark und es ist besonders gut, wenn du immer trockene, rissige und beschädigte Haut innerhalb der Nase hast – alle Allergiker wissen wovon ich spreche :-). Dr. Vasant Lad (Buch “Selbstheilung mit Ayurveda) empfiehlt die Anwendung bei Alpträumen am Abend vor dem einschlafen.

Dinner Cancelling

Vor dem Schlafen gehen nichts mehr essen: man schläft um einiges schlechter, wenn man sich vollgestopft ins Bett legt. Versuche Abends mindestens drei Stunden vor dem einschlafen nichts mehr zu essen.

Stress verringern und entspannen

Yoga, spazieren gehen, meditieren, Atemübungen, Akkupressurmatte, ein warmes Vollbad, Selbstmassagen, Trockenbürsten, usw. Die Maßnahmen zum reduzieren von Stress sind immer sinnvoll für besseren, gesünderen Schlaf, beruhigen dich und lassen dein System etwas herunterfahren.

Kristalle

Viele Menschen schwören auf die positiven Energien von Kristallen. Dazu kannst du dir einen großen Amethyst auf dein Nachtkästchen stellen oder kleinere an allen vier Ecken deines Bettes aufstellen.

Ätherische Öle

Es gibt einige ätherische Öle die einen guten, harmonischen Schlaf fördern. Zum Beispiel Lavendel, das Schlaföl schlechthin. Von doTERRA gibt es noch die Mischung Serenity, auf die schwöre ich persönlich und ich habe seit Jahren keine Nacht mehr ohne diesem Öl zugebracht. Gute Öle für einen friedvollen Schlaf wäre noch Neroli, Console, Basil, Past Tense, Roman Chamomile, Patchouli, Siberian Fir und Frankincense.

Visualisierung

Visualisierungen sind ein besonders starkes Werkzeug, um deinen Geist auf ein bestimmtes Ergebnis hin zu programmieren. Zum Beispiel bereiten sich Sportler so auf Ihre Wettkämpfe vor. Ich habe zwei tolle Visualisierungen für dich, die du direkt im Bett nutzen kannst:

Stärke deine Aura: Schließe die Augen und denke an deine Aura. Stell sie dir vor, wie sieht sie aus? Wie weit dehnt sie sich aus? Welche Farbe oder Farben hat sie? Wie stark ist sie bzw. wie stark leuchtet sie? Ich denke immer an meine Aura als eine weiße Hülle. Relativ dick, pulsierend – schillernd wie Perlmutt. Dann denke ich daran, wie sie immer stärker und heller wird und mich so nach außen hin beschützt.

Erschaffe einen Schutzkreis: Schließe die Augen und stelle dir einen Schutzkreis um dich vor. (Wenn du es gerne handfester magst, kannst du auch vor dem Schlafengehen einen Kreis aus Salz um dein Bett ziehen.) Welche Farbe hat er? Ist es ein Kreis oder eher schon eine geschlossene Blase? Wie weit geht er, nur ums Bett oder ums ganze Zimmer? Wer darf hinein und wer nicht? Denk ganz fest daran, dass durch diesen Kreis nichts schlimmes eindringen kann und du die ganze Nacht beschützt schlafen kannst.

Ein friedliches Umfeld

Besonders wichtig ist auch das Umfeld, in dem du dich bettest. Achte darauf, dass es ein friedliches, ruhiges, sanftes Umfeld ist. Verbanne alle elektrischen Geräte (Fernseher, Handy, Tablett, usw.) aus dem Schlafzimmer. Verwende sanfte, beruhigende Farben und natürliche Stoffe wie Holz, Leinen, Baumwolle, Wolle, usw. Lies dazu mehr in meinem Artikel “Mehr Sattva im Alltag”.

Achte auf den geistigen Input

Achte auch darauf, was du im Lauf des Tages in dich aufnimmst. Lt. der Ayurvedischen Lehre sind zuviel Gewalt oder Action in Filmen nicht förderlich, für einen ruhigen Geist. Genausowenig wie grelle Farben oder hohe Lautstärke. Lies dazu mehr in meinem Artikel “Mehr Sattva im Alltag”. Generell gilt, dass du im Alltag schon den Grundstein legst, für deinen Schlaf.

Fazit

Generell gilt also: alles was dich selbst beruhigt, runterkommen lässt, Stress abbaut, Frieden spendet und dich beruhigt, kann dich beim Schlafen unterstützen.

Je nach Ursache und Schwere deiner Störungen kann es dir ruhigen Schlaf schenken, friedliche Träume und erholsame Nachtruhe. Oder es hilft dir wenigstens dabei, deine Ängste im Traum nicht zu extrem werden zu lassen bzw. die Häufigkeit dieser Träume zu verringern, dich danach schneller wieder zu beruhigen und schneller wieder einzuschlafen, damit du die restliche Nacht über Kraft tanken kannst.

Alles Liebe und gute Nacht!

Angelika

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