Ganzheitlich leben

Warum es nicht immer eine Morgenroutine sein muss

November 17, 2020

In jedem Magazin, auf jedem Blog, jeder Internetseite, auf Instagram und Facebook, im Fernsehen und Podcasts: überall wird sie gepriesen, die Morgenroutine. Ich selber hatte auch jahrelang eine. Eine recht strenge sogar: 5 Uhr aufstehen, ayurvedische Morgenroutine, Yoga, Meditieren, Journaling, spazieren gehen, usw. usf. Und eigentlich hatte ich sie sogar wirklich, wirklich gerne. Ich freute […]

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In jedem Magazin, auf jedem Blog, jeder Internetseite, auf Instagram und Facebook, im Fernsehen und Podcasts: überall wird sie gepriesen, die Morgenroutine.

Ich selber hatte auch jahrelang eine. Eine recht strenge sogar: 5 Uhr aufstehen, ayurvedische Morgenroutine, Yoga, Meditieren, Journaling, spazieren gehen, usw. usf.

Und eigentlich hatte ich sie sogar wirklich, wirklich gerne. Ich freute mich jeden Tag auf meine Morgenroutine und machte sie (fast) jeden Tag liebend gern.

Dank meiner Morgenroutine startete ich unbeschwert in den Tag und gewisse Techniken haben mich während meiner depressiven Phasen wahrhaftig gerettet. Und so geht es ganz, ganz vielen Menschen auf dieser Welt, die ihre Morgenroutine ins Herz geschlossen haben. Aber eben nicht allen (siehe weiter unten).

Auch muss ich einwerfen: Ich starte eigentlich immer unbeschwert in den Tag. Und obwohl ich morgens einige Zeit für mich alleine brauche und es dauert, bis ich wirklich hellwach bin, bin ich trotzdem kein Morgenmuffel. Aber morgens brauche ich keine “Hilfe” – diese Hilfe brauche ich zu einem anderen Zeitpunkt des Tages viel, viel dringender.

Es hat traurigerweise einige Jahre gedauert, bis ich diesen Knackpunkt endlich erkannt habe:

Mein Schwachpunkt ist nicht der Morgen – sondern der Abend

So ab ca. 17:00 Uhr merke ich, wie ich ausbrenne. Müde und erschöpf werde, leicht reizbar bin und trotzdem noch zu viel Energie im Kopf und Körper verspüre. Ich spüre den Stress in mir, der sich den ganzen Tag aufgebaut hat. Die Unruhe. Meine Gedanken rasen von alle den Eindrücken des Tages und kommen nicht von alleine zur Ruhe. Ich sehne mich nach Ruhe und bin doch irgendwie zappelig. Kennst du das vielleicht?

Aus diesem Grund brauche ich eine solide und beruhigende Abendroutine dringender, als ich eine Morgenroutine brauche. Tatsächlich habe ich meine Morgenroutine nun schon seit einigen Monaten rapide gekürzt: sie besteht inzwischen nur mehr aus meiner ayurvedischen Routine (Zunge reinigen, Ölziehen, Nasespülen, Zitronenwasser, usw.), einer Tasse gutem Kaffee (der erste Schluck wird noch unbedingt direkt vor der Kaffeemaschine getrunken, bevor ich mich an den Tisch setze), einer Kerze, einem guten Duft (Öl oder Räuchermittel) und meiner Tageszeitung. Wenn ich Lust dazu habe, schreibe ich noch etwas im meinem Journal.

Den ersten Teil (Ayurveda) davon mache ich um 06 Uhr, dann versorge ich die Kids und bringe sie zur Schule. Wenn ich anschließend wieder nach Hause komme, kommt der gemütliche Teil mit Kaffee, Frühstück und Zeitung.

Der Schwerpunkt des Tages liegt nun am Abend:

All die schönen Dinge, auf welche ich mich sonst immer morgens gefreut habe, mache ich nun Abends, um wirklich runterzukommen.

Ich gehe erst Abends mit den Kindern spazieren. Momentan mit Taschenlampe, im Sommer ist es noch hell und auch nicht mehr so heiß. Die Kids lieben es, ich liebe es und wir alle können schön entspannen, runterschalten und die restliche Energie im Körper abbauen (Bonus: meine Kinder schlafen schneller ein, wenn sie kurz vorher noch einige Zeit aktiv an der frischen Luft waren, YESSS!!!).

Abends nach dem Spaziergang trinke ich eine oder zwei Tassen Tee und lese. Ich mache eine kurze, entspannende Yoga-Sequenz und eine kurze Meditation. Danach lege ich mich gerne für 10 Minuten auf meine Akkupunktur Matte.

Ich vermeide elektronische Geräte ab 19 Uhr. Um spätestens 21:30 gehe ich ins Bett und dort schnappe ich mir mein Journal: alle Gedanken die nun noch in meinem Kopf herumwirbeln und mich sonst nicht einschlafen lassen, werden dort eingetragen. Alle Ängste, Sorgen, Gedanken, Erinnerungen und ToDos. Aber auch alles Gute, das mir an diesem Tag passiert ist. Alles wofür ich dankbar bin und alle meine Träume und Ziele.

Diese Art von “Brain Dump” hilft mir ungemein dabei, schnell einzuschlafen und es kommt auch nicht mehr so häufig vor, das ich Nachts aufwache und zu grübeln anfange.

Ich nutze Abends noch gerne meinen Diffuser im Schlafzimmer (den schalte ich bereits eine Stunde vorher ein) mit dem doTERRA Blend “Serenity”. Ich achte penibel auf saubere Bettwäsche und eine kühle Raumtemperatur (bis auf den Winter haben wir eigentlich das ganze Jahr über das Fenster im Zimmer entweder offen oder wenigstens gekippt).

Abend schlägt Morgen um Längen

Bei mir ist es tatsächlich so: meine Abendroutine schlägt meine Morgenroutine um Längen.

Vielleicht fühlst du dich angesprochen? Kennst die oben beschriebenen Gefühle auch? Dann empfehle ich dir, es einmal mit einer vernünftigen Abendroutine zu versuchen.

Wenn du deine Routinen kurz genug für deinen Alltag hältst, kannst du auch versuchen, beides in den Tag zu integrieren: Morgen- und Abendroutine. Da wir alle verschiedene Tagesabläufe haben, wird auch jede Routine anders aussehen und zu einem anderen Zeitpunkt stattfinden.

Oder du tauscht einfach mal den Morgen komplett gegen den Abend und schaust, was dir besser hilft.

Integriere in deine Routinen die Dinge und Aktivitäten, die dich am meisten ansprechen: das ist für jeden von uns etwas anderes.

Wichtig ist mir einfach, dass du auch in diesem Punkt ganz auf deinen Körper hörst. Ja, eine Morgenroutine ist gerade “in” und wird gehypt, aber sie passt nicht zu jedem Menschen. Lass dir nichts einreden und tue, was für dich am Besten funktioniert.

Und einen Versuch ist es allemal wert!

Alles Liebe

Angelika

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